Tag 21: 24. Oktober 2006 (3 Stunden)


ES IST SO WEIT:

Ich habe soeben den Feuerverzinkten Rahmen und die ersten Kleinteile wieder erhalten.
Mensch hab ich eine Freude!! :-)
Leider hat es beim Verzinken den Haltebügel des Luftfilters abgerissen. Jedoch stufe ich diesen "Schaden" als gering ein. Da werde ich einfach einen Neuen anschweißen.

Aber sehet selbst:

Rahmen Verzinkt 1

Rahmen Verzinkt 2

Stark nicht? So gut wie Neu!
Jetzt habe ich geplant, dass ich das ganze Teil wieder wie gehabt in schwarz lackieren werde. Also zuerst mal richtig mit Salzsäure behandeln, dann anständig mit Füller grundieren und dann schwarz spritzen. So müsste es dann echt g... aussehen!
Anschließend plane ich dann noch eine Wachs-Hohlraumversiegelung und wenn das Ding dann doch irgendwann trotzdem mal wegrosten sollte, dann hab ich einfach Pech gehabt.


Heute Nachmittag werde ich noch die Sandgestrahlten und Grundierten Aufbauteile in Deutschland abholen. Ich hoffe sie werden genau so sein wie ich mir dass vorgestellt habe. Dann kann ich die auch gleich zum Lackieren bringen.

Die ersten Ersatzteile sind mittlerweile auch schon eingetroffen und somit kann der Wiederaufbau in den nächsten 2 Wochen dann starten!


So jetzt war ich noch die sandgestrahlten Aufbauteile in Deutschland abholen. Der hatte so seine Probleme, da die gesamte Unterseite mit einer Art Beschichtung überzogen war. Die konnte er natürlich nicht abstahlen, sondern musste sie chemisch lösen. Ich glaub das hat ihm nicht so gut gefallen.
Aber jetzt habe ich wieder einige schöne Teile welche bereits mit Epoxy grundiert sind. Erstaunlicherweise hab ich beim ersten durchschauen noch kein verbogenes Aluteil gefunden und das ist ja schon eine "strahlerische" Leistung.

Lediglich einige Stellen, wo der Rost wirklich genagt hat, sind jetzt durch und müssen eben zugeschweißt werden. Hierzu muss ich jetzt einen Finden, der mir Alu schweißen kann.


Tag 22: 26. Oktober 2006 (10 Stunden (5 pro Person))

Ich hab mich ja bei euch Landy-Freunden etwas schlau gemacht (Foren usw..) bezüglich der Lackierung des Rahmens. Generell kann man sagen, dass der feuerverzinkte Rahmen an sich selbst ja schon stark aussieht. Darum haben mir viele ja auch abgeraten ihn zu lackieren.
Nach langem hin und her hab ich mich aber trotzdem entschlossen ihn zu lackieren. Das hat verschiedene Gründe. Der Hauptgrund findet sich aber darin, dass ich finde er sieht schwarz einfach super aus.

Also gesagt, getan, hab ich einen Freund vom Roten Kreuz gefragt, ob er mir nicht helfen könnte. (Er lackiert auch beruflich). Und wenn er mir schon hilft, dann könnte er ja auch gleich eine Lackierpistole mitbringen. (So was hab ich doch nicht). Er hat mir zugesagt und ich musste dann nur noch die Grundierungen und Farben besorgen.

Als erstes haben wir den Rahmen mit Säure zwei mal runtergewaschen. Anschließend mit dem Hochdruckreiniger gründlichst gewaschen um die Säure zu neutralisieren. Beim Trocknen des Rahmens hat uns die Sonne und mein Sohnemann super unterstützt.

Dann wurde die erste Grundierungsschicht aufgetragen. Nach einer Ablüftzeit von ca. 40 Minuten wurde dann eine zweite Schicht Grundierung aufgetragen.

Dann sah der Rahmen so aus:

Rahmen Lackierung 2

Das ganze musste dann mindesten 8 Stunden max. 3 Tage lang trocknen. Diese "Zwangspause" wurde dazu genutzt gewisse Kleinteile zu grundieren.


Tag 23: 27. Oktober 2006 (6 Stunden (3 pro Person)

Gott sei Dank war das Herbstwetter für ein wenig "Out Door Lackieren" Heute genau so perfekt wie gestern.
Also Rahmen aus der Halle wieder raus (ein Lackieren in der Produktionshalle ist auf Grund von empfindlichen Halberzeugnissen, die dort gelagert werden nicht möglich) und die erste Lackschicht wurde aufgetragen. Schwarz Seidenglanz! Einfach sensationell.

Hier könnt ihr das Auftragen der ersten Lackschicht und meinen Kollegen Thomas sehen, der sich wirklich voller Begeisterung sehr viel Mühe gegeben hat! Danke Thomas!!!!!:


Rahmen Lackierung 4

Die Lackschicht wurde 3 mal aufgetragen und an speziell exponierten Stellen (wie zum Beispiel die Hecktraverse) sogar bis zu 5 mal!!)
So hab ich nun einen Rahmen der Feuerverzinkt ist, 2 Grundierungen hat und dann noch 3 - 5 Lackschichten! Das sollte mich Rostsicher über die nächsten zwei Winter bringen :-)

Als der Lack dann etwas abgehärtet war (nach ca. 24 Stunden) lernte mein Rahmen das Fliegen!
Dazu muss ich folgendes erklären: Der Stadel wo ich das ganze Auto auseinander genommen habe ist nicht gerade das Beste "Winter-Schrauber-Domizil" da es bei uns doch eher sau kalt wird und ein Heizen dort eigentlich nicht möglich ist. Daher habe ich eine Möglichkeit gefunden in einer unserer Produktionshallen etwas Platz freizuschaufeln und dort meine Winterwerkstatt einzurichten.


Problem: Mann kann eigentlich diesen Punkt der Halle mit so einem Teil auf dem Bodenweg nicht erreichen.

Lösung und Glück: Direkt darüber hängt ein 3,2 Tonnen Laufkran.

Was kann einem Besseres passieren?

Hier könnt ihr noch sehen wie mein Landy-Rahmen also von der Rampe zu seinem Bestimmungsort "fliegt":


Rahmen lackierung 12


Und dann noch an seinem Bestimmungsort:

Rahmen Lackierung 14

Hie muss jetzt nur noch das eine oder andere weggeschafft werden und ich habe eine perfekte "Schraubecke" gefunden.
Der Plan ist, dass alles ausser der Karosse hier eingebaut wird und der Landy dann auf dem "Luftweg" die Halle wieder verlässt. Anders geht es eben nicht!

Tag 24. 1.November 2006 (1,5 Stunden):

Heute mal einen kurzen Bericht ohne Bild, aber das war ja wirklich kein schöner Anblick. Ich hab mich den Blatttfedern angenommen. Die waren natürlich total verdreckt. Das muss schöner werden hab ich mir gedacht. Also hab ich das ganze Zeug mal mit einem rückfettenden Reinigungmittel anständig eingesprüht (mit Hochdruck) dann mal kurz mit der Stahldratbürste rübergefahren und anschliesend mit dem Hochdrückreiniger abgebalsen. Diesen Vorgang hab ich 2 - 3 mal wiederholt. Dann war das Ärgste weg. Anschlisend hab ich alles noch mit einem auf der Bohrmaschine eingespannten Stahlbürstling abgebürstet und zum Schluss noch mal anständig mit rückfettendem Reinigungmittel eingelassen.

Dann hab ich ausgeschaut wie Sau, das war einfach eine dreckige Arbeit.
Jetzt hab ich mir noch zwei Dosen Teflon-Fett bestellt. Wenn das da ist, werden die Blätter der Federn gespreizt und das Zeug anständig eingelassen, dann müsste es wieder passen.


Tag xy. 2.November - 23. November 2006 (7 Stunden):

Also jetzt hab ich schon länger nichts mehr eingestellt, aber es ist trotzdem etwas passiert. nur halt eben immer etwas kleinere Sachen, da ich im Moment immer noch an den Buchsen hänge, die ich nicht vom rahmen getrennt bekomme.
Also hab ich mir mal die Zeit genommen und aus der Sitzbank die komplett verrostete Batteriemulde rausgeflext. Weiters habe ich eine der vier Buchsen im Rahmen (Gummilager Blattaufhängung) entfernt. Diese ist noch leichter gegangen, die anderen drei hängen wie die Sau.
Ich versuchte es mit Gefühl, mit Gewalt mit Wärme, mit schlitzen (sägen), mit Fräsen und mit Gottes Hilfe, aber nichts hat geholfen.
Jetzt muss ich mir eben was neues Überlegen.

Zwischenzeitlich sind einige Ersatzteillieferungen gekommen. Bremsleitungen, Bremszylinder, Türen, Streben, Schrauben usw. Alles super schnell da gewesen. Die einzigen Sachen die ich nicht bekomme sind das Lenkrad, der Kühler und die Bodenplatte des Aufbaus. Da muss ich mir eben was überlegen.

Da ich mit den Buchsen nicht weiter gekommen bin hab ich eben die Bremszylinder und Bremsbeläge an allen vier Rädern ausgetauscht. Das war wieder mal eine absolut problemlose Arbeit.

Nun jetzt hoffe ich, dass ich am Wochenende noch etwas weiter komme. Ich werde mich aber sicher gleich melden, wenn sich wieder was getan hat.


Tag 25. 26. November 2006 (2,5 Stunden):

Es war an der zeit sich über den Aufbau herzumachen. Der hat unten doch einige Stellen, die nicht mehr so ganz okay sind. Vor allem die streben sind hinüber. Also hab ich mir neue besorgt. Um diese jedoch einzusetzen, müssen zuerst die alten raus. Das heisst für mich wieder Nietenbohren. Warum das nötig ist, seht ihr auf den folgenden zwei Bildern:

Aufbau Unteransicht1

Aufbau Unteransicht 3

Alles klar?!?! Das Zeug muss raus. Leider hab ich übersehen, dass zusätzlich zu den Nieten damals auch punktgeschweißt wurde.
Als daher alle Nieten entfernt waren wollte sich irgendwie bi auf die Streben nichts lösen. Da muss ich jetzt halt mal schauen wie ich das mache.

Weiters hab ich noch die Bremstrommeln lackiert, damit die auch noch was gleich schauen:

Bremstronneln lackiert

Tag 26. 10.Dezember 2006 (8 Stunden):

Heute hat mir freundlicherweise Thomas wieder etwas weiter geholfen. zuerst hab ich von den Büglen (Brieden) die Gewinde nachgeschnitten, da ich entelich das richtige 7/16" Schneideisen ergattern konnte. Weiters habe ich die Lenkgehäuse auch schwarz lackiert und zu guter letzt auch noch die Spurstangen. Thomas hat mir derweil geholfen die Bodenplatte vom aufbau rauszuflexen. Die war wirklich am Ende und muss durch eine neue ersetzt werden. Dann hat er noch versucht mir meine Buchsen von den Elastomeren aus dem Rahmen zu drücken. Ich hab das nun selbst 3 Wochen lang versucht und keinen Milimeter hat sich das Ding bewegt. Er brauchte einen Schraubenzieher und einen Hammer und die Dinger waren alle innerhalb von 20 Minuten raus.
Das sind dann die Momente wo man sich wirklich blöd vorkommt.
Dafür kann es jetzt weiter gehen! DANKE THOMAS

Tag 28. 27.Dezember 2006 (8 Stunden):

Thomas hat mir wieder geholfen. DANKE. So sind wir auch ein wenig weiter gekommen. Zuerst haben wir die Blattfedern an den Rahmen angebracht, nachdem Sepp (arbeitet in der gleichen Firma wie ich) in einer mehrstündigen Odysse die Buchsen für die Blattaufnahme in den Rahmen getreiben hat. Das ist jetzt für die Ewigkeit (hoffe ich zumindest).
Nach dem wir die Blattfedern angebracht haben, haben wir die Achsen eingepasst und fixiert. Jetzt kommt als nächstes noch das Lenkgehäuse dran.
Bilder folgen noch in den nächsten Tagen (vor Neujahr, versprochen)




Grüße
Hannes


Fortsetzung in LAND ROVER Teil 5